Küstenort Ponta do Sol im goldenen Abendlicht mit Vulkanklippen und Atlantik, Madeira, Portugal

Eine Woche Madeira: Der perfekte Reiseplan zum Wandern

Madeira ist Portugals autonome Inselregion, 978 km südwestlich von Lissabon — eine Vulkaninsel mit ganzjähriger Wärme (18–25 °C), dramatischer Berglandschaft und 2.500 km Levada-Bewässerungskanälen, die in Wanderwege umgewandelt wurden. Sieben Tage reichen aus, um Funchal zu sehen, die besten Levadas zu wandern, die Berge zu überqueren und die ruhigeren Teile der Insel zu erreichen.

Hotels auf Madeira auf Booking.com suchen

Anreise

Direktflüge ab Lissabon (1 Std. 30 Min., TAP, ab ca. 60 €), aus London (3 Std., easyJet, TAP, Jet2, ab ca. 80–150 €), aus Amsterdam, Frankfurt, Dublin und den meisten europäischen Großstädten. Flughafen Madeira (Funchal, FNC) liegt an der Ostküste, 20 Minuten von der Stadt entfernt.

Tag 1: Funchal

Ankunft und Eingewöhnen. Funchal ist die Hauptstadt (111.000 Einwohner) an der Südküste.

Nachmittag: Mercado dos Lavradores (Markt, Mo–Fr 7–19 Uhr, Sa bis 13 Uhr): ein überdachter Markt in einem Art-Déco-Gebäude von 1940 mit Tropenfrüchten (Pitanga, Anona, Banane, Maracuja), getrockneten Kräutern und Blumen. Lohnt sich für eine Stunde. Durch die Zona Velha (Altstadt) schlendern — das ursprüngliche Fischerviertel, jetzt mit bemalten Holztüren und Restaurants.

Abend: Abendessen in der Rua de Santa Maria in der Zona Velha — Restaurants mit sichtbaren Speisekarten wählen. Espetada (Rindfleisch am Lorbeerspieß, 14–18 €) ist Madeiras Signaturgerichi. Poncha (Zuckerrohrschnaps mit Honig, Zitrone und Orange) als lokaler Schnaps.

Tag 2: Funchal in der Tiefe

Morgen: Seilbahn (Teleférico) von der Altstadt nach Monte (13,50 € einfach, 18 € hin und zurück — im Hochsommer Karten online vorbuchen). Monte Palace Tropengarten (12 €, 3 Stunden) — Hangterrassengärten mit Koi-Teichen, Azulejo-Tafeln und Mineraliensammlung. Die Blandy’s Wine Lodge im Stadtzentrum (10–25 € Verkostungen, Kellerführung kostenlos) für Madeira-Weingeschichte.

Nachmittag: Monte-Schlitten (Carro de Cesto) — Korbschlitten-Fahrt 2 km bergab von Monte nach Livramento, geführt von zwei Männern in weißem Leinen und Strohhüten. 30–35 € für 2 Personen, 10 Minuten. Touristisches Erlebnis, aber eine echte Madeira-Tradition seit 1850.

Abend: Abendessen im Stadtzentrum — O Tosco (traditionell, weniger touristisch) oder Armazém do Sal (umgebautes Salzlager, gute Weinkarte).

Tag 3: Pico Arieiro und Pico Ruivo

Madeiras zwei höchste Gipfel und das beste Bergerlebnis der Insel.

Pico do Arieiro (1.818 m): Mit dem Auto zum Gipfelparkplatz fahren (30 Minuten ab Funchal, steile Straße). Den Aussichtspfad rund um den Gipfel erkunden — dramatische Aussichten über die Wolkenschicht bei klarem Wetter. Kein anspruchsvolles Wandern erforderlich — nur 200 m vom Parkplatz entfernt.

Pico Ruivo (1.862 m): Portugals höchster Punkt. Wanderung ab dem Parkplatz Achada do Teixeira (1.592 m) — 3 km einfach, 1 Stunde 30 Min. Rückweg, mittel (einige felsige Abschnitte). Oder der vollständige PR1.2 vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo (9 km einfach, 5 Std., exponierter Grat, NICHT bei schlechter Sicht oder Nässe begehen).

Aufbruch bis 8:00 Uhr für das beste Berglicht und bevor die Wolkenbildung einsetzt.

Tag 4: Levada-Wanderung — PR6 Levada das 25 Fontes

Fahrt nach Rabaçal (45 Minuten ab Funchal, Gebirgsstraße). Der PR6-Levada-Wanderweg (8 km, 3–4 Stunden, leicht bis mittel) folgt dem Bewässerungskanal Levada das 25 Fontes durch Lorbeerwald (UNESCO-gelisteter Urwald, nur in der Makaronesien-Region) zu einem Becken, das von 25 natürlichen Quellen gespeist wird.

Dies ist die beliebteste Levada-Wanderung im Westen Madeiras. Früh starten (vor 9:00 Uhr), um Gruppen zu vermeiden. Rutschfeste Wanderschuhe tragen — Levada-Pfade sind schmal, manchmal glitschig, und einige Abschnitte führen durch Tunnel. Wer die Gebirgsstraße lieber nicht selbst fährt: Geführte Levada-Wanderungen ab Funchal beinhalten Transport zum Trailhead.

Nachmittag: Weiter westwärts nach Porto Moniz (30 Minuten ab Rabaçal). Natürliche Lavastein-Pools an der Nordküste — durch dieselben Vulkanströme geformt, die die Insel schufen. Ausgezeichnet zum Schwimmen (Atlantikwasser, aber geschützt). Eintritt 2 €.

Tag 5: Nordküstenfahrt

Die westliche Inselhälfte gegen den Uhrzeigersinn ab Funchal umrunden:

  • Cabo Girão: Zweithöchste Meereskliffe Europas (580 m). Glasplattform über den senkrechten Abfall. 20 Minuten ab Funchal. Kostenlos.
  • Ribeira Brava: Kleines Städtchen an der Südküste, gute Pause für Kaffee und ein Bad am Kiesstrand.
  • São Vicente: Höhlensystem (8 €, 30-minütige Führung). Nordküstendorf.
  • Seixal: Dramatische Küstenstraße, Meerespool (natürlich, kostenlos).
  • Porto Moniz: Falls dieser an Tag 4 ausgelassen wurde.

Rückkehr nach Funchal über den VR1-Autobahntunnel (10 Minuten, sonst 1+ Stunde über den Berg).

Tag 6: Santana und der Osten

Fahrt nach Osten und Norden:

  • Santana: Traditionelle A-Rahmen-Reetdachhäuser (Palheiros), die Touristenattraktion der Nordküste. 1 Stunde. Parque Temático da Madeira in der Nähe (Park, Seilbahnen im Park, 2 Std.).
  • Balcões-Aussichtspfad (PR4): Leichte 3-km-Wanderung ab der Ranger-Station Ribeiro Frio durch Wald zu einem Aussichtspunkt über das zentrale Tal (1 Std. Rückweg). Buchfinken fressen einem aus der Hand.
  • Pico do Facho: Aussichtspunkt über den Hafen von Machico und die Ostküste (mit dem Auto erreichbar).
  • Caniçal: Walmuseum (Museu da Baleia) — das beste in der atlantischen Region, dokumentiert Madeiras Walfanggeschichte bis 1981. 8 €, 1 Stunde 30 Min.

Tag 7: Funchal und Abreise

Morgen: Letzter Marktbesuch im Mercado dos Lavradores. Einkäufe: Poncha, Madeira-Wein, lokales Bolo do Caco (Fladenbrot) von den Ständen. Botanischer Garten (Jardim Botânico, 7,50 €) oberhalb von Funchal, wenn Zeit bleibt.

Mittag: Zum Flughafen für einen Nachmittags- oder Abendflug.


Praktische Hinweise

Mietwagen: Unbedingt erforderlich. Frühzeitig buchen — lokale Unternehmen (AutoClassic, Moinho) sind günstiger als internationale Ketten. Die VR1- und VR2-Autobahnen sind schnell; Inselstraßen anderswo sind steil und eng.

Wetter: Der Norden ist häufig bewölkt und nasser als der Süden. Berggipfel sind oft bis 11:00 Uhr in Wolken. Bergaktivitäten früh morgens planen.

Restaurantreservierungen: Im Voraus buchen für beliebte Lokale in der Hochsaison (Dezember–Januar, Mai, Sommer).

Abenteueraktivitäten: Wer Canyoning hinzufügen möchte — Abseilen durch Vulkanschluchten und natürliche Wasserrutschen — findet Anbieter und Schwierigkeitsgrade für Halbtagstouren, die gut an Tag 4 oder Tag 6 passen.

Reise buchen

Touren in Portugal buchen

Tagesausflüge, Stadtführungen, Inseltouren und kulturelle Erlebnisse finden.

Auf GetYourGuide entdecken →